2001 bis 2017: Der Verlauf des Orgelprojekts

Nach der Eröffnung der Konzertkirche im Juli 2001 war der Freundeskreis bemüht, auch deren zweiten Bauabschnitt, der die Errichtung der zunächst aus Kostengründen ja zurückgestellten Orgel beinhaltete, finanzieren zu helfen. Eine Reihe von Einzelspenden konnten dafür bereits gesammelt werden, ohne dass dieses Spendenaufkommen auch nur näherungsweise für die Gesamtfinanzierung der Orgel ausgereicht hätte.

Am  25. April 2008 ist dann im Rathaus von Neubrandenburg eine Planungs- und Kooperationsvereinbarung zwischen dem Freundeskreis Neubrandenburger Philharmonie/ Marienkirche e.V. und der Stadt Neubrandenburg mit dem gemeinsame Ziel der Realisierung der Orgel in der Konzertkirche abgeschlossen worden.

Den Text der Vereinbarung lesen Sie hier. Den Bericht des Nordkurier dazu können Sie hier lesen.

Im Frühjahr 2012 hatten Gespräche zwischen dem Freundeskreis und der Stadt Neubrandenburg stattgefunden, die - so die Einschätzung von Seiten des Freundeskreises - die Perspektiven für eine Orgel veränderten, aber insgesamt doch weiter öffnen sollten. Nachdem zunächst von Seiten der Stadt versucht worden war, zu prüfen, ob eine früher einmal in Gelsenkirchen im Hans-Sachs-Haus verwendete Konzertsaalorgel der Fa. Walcker für die Zwecke der Konzertkirche genutzt, erworben und eingebaut werden könne, dies sich aber nach Angaben der keg aus Kontruktionsgründen als unmöglich herausgestellt hat, war der Freundeskreis  offen dafür, neben der Perspektive eines - zunächst (noch) nicht finanzierbaren - Neubaus einer Konzertorgel auch die Möglichkeiten des Erwerbs und Einbaus einer eingespielten, aber am Ursprungsort nicht weiter nutzbaren Orgel zu prüfen und sich aus den Spendenmitteln für die Orgel an den Kosten für deren Erwerb zu beteiligen.

Die Neubrandenburger Zeitung des Nordkuriers hatte am 6. Juni 2012 zu diesen Aussichten und zu den in Aussicht genommenen Maßnahmen wie hier zu lesen berichtet.

Die Mitgliederversammlung des Freundeskreises hat sich am 30. März 2014 erneut mit den Perspektiven befasst, in Zusammenarbeit mit der Stadt Neubrandenburg für die Konzertkirche eine Orgel zu realisieren. Weder Stadt noch Freundeskreis konnten zunächst an dem bisher verfolgten Ziel des Einbaus einer neu zu planenden und zu errichtenden Pfeifenorgel mit 65 Registern festhalten, da beiden eine Finanzierung nicht gelungen war. Im Freundeskreis war deshalb seit 2013 intensiv beraten und geprüft worden, wie eine virtuelle Pfeifenorgel - unter Nutzung modernster Software - in der Konzertkirche hätte verwirklicht werden können. Der Vorstand war deshalb beauftragt worden, entsprechende Planungen fortzuführen und in weiterer Zusammenarbeit mit der Stadt Neubrandenburg zum Abschluss zu bringen.

Das Jahr 2015 brachte dann die positive Wende im Orgelprojekt:

Nachdem am 17.09.2015 der Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg, Herr Silvio Witt, der Stadtvertretung Neubrandenburg das Angebot eines Spenders für die Errichtung eine kompletten Konzertorgel unterbreitet hat, hat der Vorstand im engen Kontakt mit der Stadt geklärt, wie sich der Freundeskreis mit den Spenden der zahlreichen Spender der vergangenen Jahre zusätzlich im Rahmen des Gesamtprojekts einbringen kann. In der Stadtvertretung Neubrandenburg war daraufhin eine Vorlage eingebracht worden, die darauf zielte, dass der Freundeskreis die gesammelten Spenden für die Anschaffung eines zusätzlichen separaten Spieltisches für die Orgel verwendet, den Spieltisch beschafft und ihn der Stadt zuwendet. Eine dazu außerordentlich einberufene Mitgliederversammlung des Freundeskreises hatte am 16. November 2015 dem Vertragsentwurf bereits zugestimmt und auch die Stadtvertretung Neubrandenburg hat am 10. Dezember 2015 ja gesagt.

Dieser Vertrag zwischen dem Freundeskreis und der Stadt wurde dann am 22. Dezember 2015 notariell beurkundet. Die Planungs- und Kooperationsvereinbarung aus dem Jahre 2008 ist durch diese neue Vereinbarung vollständig ersetzt worden.

Am 8. Januar 2016 wurde der Vertrag über den Auftrag zum Bau eines zweiten separaten Bühnenspieltisches zwischen dem Freundeskreis und der Bonner Orgelbaufirma Klais abgeschlossen. Dieser Spieltisch wurde im April 2017 geliefert, am 29.06.2017 vom Freundeskreis abgenommen und am 04.07.2017 dem Oberbürgermeister der Stadt Neubrandenburg übergeben (s. Nordkurier-Bericht vom 08.07.2017).

Im Rahmen des Einweihung der Orgel am 12. Juli 2017 unter Mitwirkung der lettisch-stämmigen Orgel-Virtuosin Iveta Apkalna kam der Spieltisch zum ersten Mal zum Einsatz.

In den Berichten zur Einweihung der Orgel wurde neben der Würdigung der Orgel selbst auch hervorgehoben, dass ein separater Spieltisch etwas besonders darstellt, und die Möglichkeiten, in einer Konzerthalle Organist(in) und Orchester in enger und guter Abstimmung gemeinsam zuammen Musik machen zu lassen, wesentlich erweitert (Nordkurier vom 12.07.2017 S. 22).